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Ob wir es  erkennen oder nicht; Jeder von uns ist der Schuldner bekannter und unbekannter Menschen. Wir haben noch nicht unser Frühstück beendet und waren schon mit der halben Welt in Verbindung. Im Badezimmer greifen wir zum Schwamm, nach dem ein Bewohner der parzifischen Inseln tauchte, wir greifen zur Seife, die ein Franzose für uns herstellte. Bei Tisch trinken wir Kaffee, den ein Südamerikaner erntete, oder Tee, den ein Chinese pflückte, oder Kakao aus Westafrika. Ehe wir noch zur Arbeit gehen, sind wir schon Schuldner der halben Welt geworden. Tatsächlich ist alles Leben miteinander verbunden. Alle Menschen sind in ein Netz der Gegenseitigkeit verwoben. Was den einen unmittelbar betrifft, betrifft den anderen mittelbar. Ich kann niemals so sein, wie ich eigentlich sein sollte, wenn du nicht bist, wie du sein solltest.

Und umgekehrt ist es nicht anders.

Herzlichen Dank an Björn Gam für die Abschrift des Textes aus dem Buch: Martin Luther King, »Ich habe einen Traum - Text und Reden«, Kiefel Verlag
 

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