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Gentechnik – Frevel oder Fortschritt?

Vortrag mit Diskussion im King-Zentrum Werdau

Werdau. Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau lädt herzlich ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Naturwissenschaftler Joachim Krause aus Schönberg am Dienstag, den 31. Januar 2012 um 19 Uhr zum Thema „Gentechnik – Frevel oder Fortschritt?“.

Joachim Krause wird einen Grundlagenüberblick über die Anwendung der Gentechnik im Alltag, bei Medikamenten, in der Landwirtschaft und in der vorgeburtlichen Diagnostik geben.
„Wir wollen gemeinsam nachdenken über die damit verbundenen Chancen und Gefahren“, erklärt der Diplomchemiker und Buchautor dazu. So sollen die Zuhörer zur Meinungsbildung über die Gentechnik und politischen Einmischung zum Thema befähigt werden. Krause war 27 Jahre lang Umweltbeauftragter der Sächsischen Landeskirche und hat als solcher schon zu DDR-Zeiten brisante und tabuisierte Themen aufgegriffen.



King-Zentrum trauert um Ehrenmitglied Horst-Eberhard Richter

ImageWerdau. Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage Werdau drückt seine Trauer um die Symbolfigur der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs" (IPPNW) Horst-Eberhard Richter aus, der am 20. Dezember 2011 verstarb. Es betont seine Dankbarkeit dafür, dass Richter im Jahre 2006 die Ehrenmitgliedschaft im King-Zentrum angenommen und damit dessen Engagement gewürdigt hat.

"Dass die Namen Martin Luther King und Horst-Eberhard Richter miteinander in Verbindung gebracht werden konnten, hielt ich für eine gegenseitige Bereicherung sowohl für die deutsche Sektion der IPPNW als auch für das King-Zentrum. Der Protagonist der
Friedensbewegung hat damit mehr uns geehrt als wir ihn ehren konnten", erklärte der Vorstandsvorsitzende des King-Zentrums Georg Meusel.
Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dr. Martin Böttger übermittelte er Horst Eberhard Richters Mitstreitern und Angehörigen seine Anteilnahme.


Die Evangelische Akademie Thüringen lädt ein zu einem Impulsabend am 26. April 2012

Martin Luther Kings Traum von einer gerechten Gesellschaft
Impulse für Kirche und Diakonie

Ort:  Marienstift, Arnstadt

Tagungsleitung: Prof. Dr. Michael Haspel

Anmeldung


Der Massenmensch

Theaterstück
über einen Gerichtsprozess nach dem Volksaufstand in der DDR 1953


Donnerstag, 17. November 2011 17:00 Uhr
Gymnasium „Alexander von Humboldt" Werdau,
Alexander-v.-Humboldt-Straße 2 - 4, 08412 Werdau


Am 20. März 1954 wurde der Arbeiter Ernst Jennrich durch die Organe der DDR mit dem Fallbeil hingerichtet. Er war beschuldigt worden, als einer der „Rädelsführer" des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 einen Polizisten erschossen zu haben. Beweise oder Zeugen gab es dafür nicht, und der Angeklagte beteuerte verzweifelt seine Unschuld.

Diesem Theaterstück, in dem lediglich ein Häftling und die Stimme eines Vernehmers agieren, liegt ein Tonbandmitschnitt des Ministerium für Staatssicherheit vom 25./26.08.1953 zugrunde. Es wird deutlich, mit welchen perfiden Mitteln man seinerzeit versuchte, unschuldig inhaftierte Menschen zu Tätern zu machen.

Das Urteil gegen Ernst Jennrich wurde am 20.08.1991 vom Bezirksgericht Halle aufgehoben.

Wir laden Sie zu einer Theateraufführung ein, die tief unter die Haut geht.

„Der Massenmensch" - eine Inszenierung des Ernst-Jennrich-Theaters Dresden.

In der Rolle des Häftlings - Martin Sommer, Dresden
Ton, Musik und Technik - Kersten Diers, Dresden
Regie - Jan Treiber, Görlitz

Diese Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Informationen / Anmeldung
Anmeldung nicht erforderlich.

Nähere Infos: Tel. 0351 85318-34
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung •Schützenhofstraße 36 • 01129 Dresden
Tel. 0351 85318-0 • Fax 0351 85318-55 • www.slpb.de


 
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Dr. Böttger vom MLKZ

Ausstellungseröffnung

am 20.Oktober 2011

Kreuzkirche Dresden

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Donnerstag, 20. Oktober 2011 um 18 Uhr in der Kreuzkirche in Dresden

Eröffnung der Wanderausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums e.V.

"Die Junge Gemeinde in der DDR im Spannungsfeld zwischen Staat und Kirche"

Am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 18 Uhr lädt das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau e.V. alle Interessierten herzlich zur Eröffnung der Wanderausstellung "Bekenntniszeichen - Die Junge Gemeinde in der DDR im Spannungsfeld zwischen Staat und Kirche" in die Kreuzkirche zu Dresden ein.

Zur Eröffnung der Ausstellung werden Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer, Oberlandeskirchenrat i.R. Harald Bretschneider und der 2. Vorsitzende des Martin-Luther-King-Zentrums Dr. Martin Böttcher sprechen. Die musikalische Umrahmung der Vernissage wird durch den Liedermacher Fritz Müller gestaltet, der vor allem in den 1970er Jahren die evangelische Jugendarbeit mit seinen Liedern stark geprägt hat.

ImageDie Exposition behandelt auf 20 einrollbaren Tafeln die Junge Gemeinde in der DDR, die immer wieder Ziel der Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche war.

Nach erstem Anschein, der kirchlichen Jugend auch in der „Freien Deutschen Jugend“ Mitspracherecht zu gewähren, wurde die Jugendorganisation immer stärker atheistisch ideologisiert. Der Jugend sollte eine kommunistische Zukunft gehören. Demnach sollte und musste der atheistischen „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ die kirchliche Junge Gemeinde ein Dorn im Auge sein. Dementsprechend wurde sie verbal, in der Propaganda und im Vollzug von Staat, Partei, Staatssicherheit, Volkspolizei, an Oberschulen und Universitäten bekämpft. Insbesondere in den 1950er Jahren versuchte der Staat durch vermehrte Repressionen gegen Junge Gemeinden, die jungen Menschen für sich zu gewinnen. 1953 wurde die Junge Gemeinde als „getarnte illegale Agenten- und Spionageorganisation“ diffamiert. Schüler und Studenten wurden wegen ihrer Zugehörigkeit zur Jungen Gemeinde von den Oberschulen verwiesen bzw. exmatrikuliert. Kirchliche Mitarbeiter wurden in der Presse als Agenten westlicher Geheimdienste beschimpft. Später versuchte die SED mit anderen Methoden den Einfluss der Kirche zurückzudämmen. Mit der Einführung der Jugendweihe 1954 setzte sie den Prozess der „Entkirchlichung“ der DDR fort. In dieser Zeit begann die Junge Gemeinde der Evangelischen Kirche einen Freiraum für Andersdenkende zu schaffen. Die Jugendlichen hatten hier ein Refugium, wo sie Toleranz, alternatives Denken und freies Reden vorfanden. Viele Akteure der Friedlichen Revolution haben ihre geistigen Wurzeln in der Jungen Gemeinde und gehören zu den Ersten, die in den im Herbst 1989 gegründeten Bürgerbewegungen und demokratischen Parteien Verantwortung übernehmen.

Die Junge Gemeinde in der DDR war keine Organisation, sondern eine Form der evangelischen Gemeindearbeit. Denn eine eigenständige christliche Jugendorganisation wurde neben der „Freien Deutschen Jugend“ nicht zugelassen. Mit der Konfirmation waren die Jugendlichen eingeladen, an den Veranstaltungen der Jungen Gemeinde teilzunehmen. In einer gottesdienstlichen Veranstaltung bekamen die Teilnehmer der Jungen Gemeinde das „Bekenntniszeichen“ überreicht.

Die Ausstellung wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Evangelischen Kirche Deutschlands, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit, dem Christlichen Verein junger Menschen, der Stadt Werdau und dem Landkreis Zwickau.


Einladungsflyer


 

Gesprächsrunde zum Werdauer Oberschülerprozess

Erinnerung an den unmenschlichen Prozess vor 60 Jahren

Am Dienstag, den 4. Oktober 2011 um 19.00 Uhr, lädt das Martin-Luther-King-Zentrum zu einer offenen Gesprächsrunde mit Gerhard Schneider ein. Thema ist der Prozess um die Werdauer Oberschüler, der sich zum 60. Mal jährt. Gerhard Schneider gehörte zu den Werdauer Oberschülern, die im Oktober 1951 zu insgesamt 130 Jahren Zuchthaus verurteilt wurden. Die Oberschüler hatten mit selbst gefertigten Flugblättern gegen die Scheinwahl von Oktober 1950 und das Todesurteil gegen Hermann Josef Flade protestiert und politische Versammlungen gestört.

ImageImageDie Hauptverhandlung fand vom 3. Oktober 1951 10.00 Uhr bis 4. Oktober 1951 um 0.30 Uhr im Landgericht Zwickau statt. In einem beispiellosen, unmenschlichen Prozess, ohne rechtlichen Beistand, ohne Einsicht in Beweismittel und Anklageschrift und auf unklarem juristischen Boden fußend wurden schließlich alle 19 Angeklagten abgeurteilt. Die Urteilsverkündung lautete damals: „Wegen Boykotthetze gegen demokratische Einrichtungen; Verbreitung und Bekundung tendenziöser Gerüchte, die den Frieden des deutschen Volkes und der Welt gefährden; Spionage und Völkerhass“. Das Strafmaß stand schon vor Beginn der Verhandlung fest. Die Schüler, sie sind zwischen 17 und 31 Jahre alt, wurden zu 2 bis 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Auch die Angehörigen erleiden in den folgenden Jahren immer wieder Nachteile. Der Prozess war auch in der ersten Führungsebene der SED umstritten. Der damalige Ministerpräsident Otto Grotewohl entsendete Böhme aus dem Justizministerium nach Zwickau, um das Urteil auszusetzen. Aber er kam zu spät. Das Urteil war schon ergangen.
1956 wurden die hohen Zuchthausstrafen zur Bewährung ausgesetzt und die letzten der Verurteilten im Herbst 1956 entlassen.


 

Gefangene waren billige Arbeitskräfte

Autor Marcus Sonntag räumt mit einem falschen Bild von Arbeitslagern in der DDR auf. Er sagt: Die Haftbedingungen waren gelockert, und es gab auch keine Einzelzellen.

VON ANDREAS WOHLAND

WERDAU - Marcus Sonntag ist Historiker an der Universität in Erfurt. Er promovierte über Arbeitslager in der DDR. Seine Forschungsergebnisse hat er auch in einem Buch veröffentlicht. Das hat Sonntag jetzt im Martin-Luther-King-Zentrum in Werdau vorgestellt. Mehr als zwei Dutzend Interessierte sind dazu am Dienstagabend gekommen.
In seinem Buch schreibt Markus Sonntag, dass diese Lager nicht selbstständig waren, sondern als Außenkommandos den Strafvollzugs¬anstalten des Ministeriums des Inneren (MdI) angehörten. Das Ministerium habe auch die Verträge mit den Betrieben geschlossen. „Allein schon dadurch unterschieden sie sich von Stasi-Einrichtungen, in denen politische Häftling eingekerkert wurden“, sagte er. Gleichzeitig räumte der Historiker mit dem Mythos auf, in DDR-Arbeitslagern hätten Schwerverbrecher ihre Strafe verbüßt. Hauptsächlich waren es Personen, die zu relativ kurzen Haftstrafen wegen leichterer Vergehen verurteilt worden waren, sagt Sonntag. Trotzdem sei es für ihn bei seinen Recherchen nahezu unmöglich gewesen, mit ehemaligen Häftlingen zu sprechen. „Auch der Begriff Lager ist irreführend. Die Haft dort wurde von den Verantwortlichen wie auch vielen Häftlingen als Vergünstigung angesehen. Die Haftbedingungen waren gelockert, es gab keine Zellen, sondern Gruppenunterkünfte, und es bestand die Möglichkeit, sich mit den Leuten des Betriebes, in dem gearbeitet wurde, auszutauschen", sagte Sonntag.
Stand unmittelbar nach dem Krieg noch der Erziehungsaspekt im Vordergrund, dessen zentrales Element produktive Arbeit gewesen sei, habe sich das schlagartig geändert, als der ökonomische Wert dieser Lager erkannt wurde. „Es gab vor allem im Süden des Landes zahlreiche dieser sogenannten Haftarbeitslager, meist in direkter Nähe zu Großbetrieben. Unter anderem auch in den Steinkohlenbergbaurevieren Zwickau und Oelsnitz, beim Talsperrenbau Sosa und der Maxhütte Unterwellenborn“, sagte der Autor.
„1953 saßen im Strafvollzug des MdI rund 39.200 Personen ein, davon 4605 in Haftarbeitslagern. 1963 waren es von reichlich 20.000 sogar knapp 5600", sagt Sonntag. Arbeitshaftlager existierten bis zum Ende der DDR, wurden aber ab 1975 nur noch Strafvollzugseinrichtung be¬zeichnet. Wie stark Teile der DDR-Industrie von den billigen und jederzeit verfügbaren Arbeitskräften abhängig waren, zeigte sich immer dann, wenn die politische Führung Amnestien erließ. Dann mussten Kräfte der Polizei oder der Armee die Lücken füllen - zumindest so lange, bis sich die Gefängnisse wieder füllten, sagt der Autor.

Freie Presse, 23.06.2011 - Ausgabe Werdau - Crimmitschau


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Buchvorstellung und Lesung

Kumpel aus dem Knast.
Aufbau und Struktur des  DDR-Haftarbeitslagersystems

ImageDie sowjetischen Speziallager Fünfeichen und Buchenwald sowie die Gefängnisse in Bautzen und Hohenschönhausen stehen symbolisch für
Freiheitsentzug im SED-Staat. Während aber diese Einrichtungen in der Öffentlichkeit bekannt und mittlerweile recht gut erforscht sind,
gilt dies nicht für das System der zahlreichen Haftarbeitslager.
Dort sollten Häftlinge zu kommunistischen Menschen erzogen werden. Die Realität und der Alltag in den Lagern sahen allerdings sehr viel
nüchterner aus.

Der Erfurter Historiker Dr. Marcus Sonntag, Universität Erfurt / Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte, hat erforscht, wie die Lager aufgebaut waren, wie der Haftalltag der Gefangenen war und welche Menschen dort inhaftiert waren.
Sonntag beschreibt, wie die Lager zunächst in der Nähe staatseigener Unternehmen angelegt wurden und diese dann die Häftlinge als Ersatz für fehlende Arbeitskräfte oder für besonders schwere Arbeiten im Bergbau, in der Eisen- und Stahlproduktion oder in Werften, aber auch in Steinbrüchen oder beim Flughafenbau einsetzten. Und er hebt die enorme Bedeutung der Gefangenenarbeit für die Wirtschaft des SED-Staates hervor. Dies ist u.a. zu erkennen an der Beständigkeit der seit 1975 einheitlich als „Strafvollzugseinrichtung“ bezeichneten Lager, welche bis zur friedlichen Revolution 1989/90 fortbestanden.


Dienstag, 21. Juni 2011 um 19:00 Uhr im Martin-Luther-King-Zentrum, Stadtgutstr. 23, 08412 Werdau

Veranstalter:


Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Außenstelle Chemnitz, in  Zusammenarbeit mit dem Martin-Luther-King-Zentrum Werdau


Filmvorführung mit anschließender Diskussion

mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn (B90/Die Grünen)

"Neue Energie in Bürgerhand"

Mittwoch, 15.06.2011, um 19:00 Uhr im Martin-Luther-King-Zentrum

Eine Veranstaltung von Bündnis 90 / Die Grünen


 

US-Botschafter besucht King-Zentrum

Werdau. Am Mittwoch, den 30.März 2011 besuchten der US-Botschafter Philip D. Murphy und die Leipziger Generalkonsulin Katherine Brucker das Martin-Luther-King-Zentrum. Murpy und Brucker kamen auf eine Einladung von Georg Meusel, Vorsitzender des Vereins, nach Werdau. Der US-Botschafter zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Zentrums.  Es sei „eine große Ehre, heute bei Ihnen zu sein“, äußerte Murphy und fügte hinzu, dass „Martin Luther King ein sehr großer Held“ für ihn sei. Schließlich sei King so populär, dass in Gedenken an ihn in den USA ein Feiertag (Martin Luther King Day) entstanden ist. Murphy hält es für äußerst wichtig, an das Erbe und die Lehre von Martin Luther King anzuknüpfen und diese Werte unserer Gesellschaft, vor allem der jüngeren Generation, zu vermitteln. Neben King erwähnte Murphy auch Mahatma Gandhi und Nelson Mandela, die für ihn bedeutend seien, da sie sich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit eingesetzt haben. Entscheidend an einem Menschen seien eben der Charakter und die inneren Werte und nicht das Aussehen oder die Herkunft, so Murphy.  
Der US-Botschafter Philip D. Murphy möchte zukünftig mit dem King-Zentrum zusammenarbeiten.  Er lud es zu einem Gegenbesuch in die US-Botschaft nach Berlin ein.
Philip D. Murphy ist seit August 2009 Diplomat der USA in Deutschland. Katherine Brucker ist Generalkonsulin in Leipzig, sie repräsentiert die USA in Mitteldeutschland.

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Filmvorführung am Montag, 14. März 2011 um 19 Uhr
im Martin-Luther-King-Zentrum, Stadtgutstr. 23

Water makes Money

Die französischen Konzerne Veolia und Suez sind die Platzhirsche im Weltmarkt der privaten Wasserversorgung. Doch ausgerechnet in ihrer Heimat Frankreich, wo sie schon Jahrzehnte aktiv sind und die Wasserversorgung weitgehend unter Kontrolle haben, wird ihnen jetzt der Boden heiß. Anfang 2010 mussten sie in Paris und Rouen die Wasserversorgung an die Gemeinden übergeben. Viele weitere werden folgen...
ImageDenn nachdem die Franzosen den Konzernen jahrzehntelang vertrauten, blubbert jetzt die Wahrheit an die Oberfläche: mit falsch berechneten Kosten und mangelhafter Wartung generieren die Konzerne millionenschwere Extraprofite. Kein Wunder, dass bei privaten Versorgern in Frankreich die Preise um 20-60% höher sind als bei den öffentlichen, und dass bei den Privaten 17-44% des Wassers im Rohrnetz verloren gehen, aber bei den Öffentlichen nur 3-12%. Skandalös sind auch die Geheimverträge der Konzerne mit den Gemeinden: Was als Kaufpreis gilt, entpuppt sich als Kredit, der über die Wassergebühren zurückgezahlt wird.
Sogar Korruption, wie in Grenoble, scheint zum Geschäft zu gehören. Mit diesen Methoden und Gewinnen expandieren die Konzerne nach Brüssel, Berlin, Braunschweig und in die ganze Welt. Veolia und Suez können so mit ihrer teuren Wasserreinigungstechnik nur noch mehr Geld verdienen. Doch Experten sagen, dass dabei niemals alle Schadstoffe ausgefiltert werden. Eine nachhaltige Wasserwirtschaft sähe anders aus. Vor allem braucht es Wasserschutzgebiete mit Biolandwirtschaft wie in München. Nur: das geht gegen die Interessen der Konzerne und bedarf öffentlicher Verantwortung!
Um ihre Macht zu sichern und auszubauen, haben die Konzerne enge Verbindungen mit der Politik, und sind sogar dabei, die UN in Richtung privater Beteiligung an der Wasserwirtschaft zu beeinflussen. Doch nicht nur in Frankreich wächst das Bewusstsein, die Melkkuh der Konzerne zu sein. Auch andernorts, in Europa, in Lateinamerika, den USA oder Afrika steht die Rückkehr des Wassers in die Hände der Bürgerinnen und Bürger auf der Tagesordnung.

Wird der Film verboten?
- Alle weiteren Infos unter www.watermakesmoney.org

Nach der bisher überaus erfolgreichen Verbreitung des Films „Water Makes Money“ in Form von über 350 (Kino)-Vorführungen und mehr als 4000 DVDs, hat der im Film kritisierte französische Konzern Veolia in Paris gegen den Film Klage wegen „Verleumdung“ eingereicht. Noch ist nicht klar, was konkret man uns vorwirft. Der Konzern hat dennoch bereits erreicht, dass die französische Staatsanwaltschaft dem Antrag Veolias stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt hat. Dieser lässt jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln.
Bis der Prozess eröffnet wird, kann es noch einige Zeit dauern. ARTE lässt sich von der Klage nicht beeindrucken und strahlt eine TV-Fassung am Internationalen Wassertag, am 22.3.2011 um 20h15 aus. Doch ein Ausstrahlungs- bzw. Aufführungsverbot ist künftig nicht auszuschließen.

http://www.watermakesmoney.com/de/startseite.html


 

Videobeitrag zur

Midisage der Wanderausstellung »Unter Druck – Zeitungen der friedlichen Revolution« in der Landesdirektion Chemnitz am 19.01.2011

http://www.sachsen-fernsehen.de


Martin-Luther-King-Zentrum startet mit Dokumentation „…dann war mein Leben nicht umsonst“ monatliche Filmreihe

Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau startet am Montag, den 17. Januar 2011 um 19 Uhr mit dem großen King-Dokumentarfilm
„ …dann war mein Leben nicht umsonst“

eine Reihe, während der in Zusammenarbeit mit den Medienstellen nichtkommerziell einmal im Monat ein Film gezeigt werden soll.

Der Martin-Luther-King-Film wird am „King Day“, der am jeweiligen Montag nach Kings Geburtstag am 15. Januar in den USA als offizieller Feiertag begangen wird, gezeigt. Der Oskar-nominierte Film  von Ely Landau und Richard Kaplan, an dem auch Harry Belafonte und Sidney Portier mitgewirkt haben, wurde nach vierjährigen Bemühungen 1987 unter abenteuerlichen Umständen in die DDR gebracht. Im Lutherhaus zu Werdau fand in zwei überfüllten Veranstaltungen die DDR-Erstaufführung statt. Bis zur Friedlichen Revolution erlebten ihn in 138 Vorführungen in Kirchgemeinden, Friedens- und Menschenrechtsgruppen 10 535 Zuschauern, zwei weitere Kopien erreichten etwa noch einmal so viele Besucher.

„…dann war mein Leben nicht umsonst“ wurde im Jahr 1970 in den USA gleichzeitig in 300 Kinos vor 300 000 Zuschauern uraufgeführt und spielte damals drei Millionen Dollar für die Martin Luther King Foundation ein. Alle Beteiligten hatten auf jegliche Bezahlung verzichtet. Das „New York Magazine“ schrieb: „Sie können es sich nicht leisten, diesen Film zu verpassen! Überzeugend und bemerkenswert.“ Und die „New York Times“ meinte: „Es gibt nichts, was sich mit ihm vergleichen ließe... King erhebt die Reportage an Kraft zum Ritual...  Es ist ein sehr ernster, schöner Film“. „Exzellent! Bemerkenswert!“, lobte „The Philadelphia Bulletin“ den Film: „Jeder... sollte Gelegenheit haben zu sehen, was vielleicht der wichtigste amerikanische Dokumentarfilm ist, der je gemacht wurde.“

Service: Martin-Luther-King-Zentrum Werdau, Stadtgutstraße 23, Tel. 03761-760284


Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau gratuliert Joan Baez zum 70. Geburtstag
Sängerin ist seit 2010 Mitglied in der sächsischen Initiative für Gewaltfreiheit

Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage Werdau, neben Atlanta/Georgia-USA, Havanna/Kuba und Lausanne/Schweiz eines von vier King-Zentren weltweit, hat der Legende der amerikanischen Musik Joan Baez, die schon als 16jährige mit Martin Luther King zusammengearbeitet hat, zum 70. Geburtstag gratuliert. Im Grußschreiben des Vorstandsvorsitzenden heißt es:

Liebe Joan Baez,

wir gratulieren Dir von Herzen zu Deinem 70. Geburtstag, wünschen Dir Gottes Segen und noch viele glückliche, engagierte Jahre. Wir sehen viele Parallelen in dem Kampf der afroamerikanischen Minderheit in den USA und dem Kampf der weltanschaulichen Minderheit von Andersdenkenden in der kommunistischen Deutschen Demokratischen Republik, die in die Friedliche Revolution von 1989 mündete. In diesen Zeiten gehörtest Du zu unseren Vorbildern und denen, die uns Mut und Ausdauer verliehen haben.

Wir bewundern Dich, wie Du mit langem Atem über viele Jahrzehnte in Deinem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Gewaltfreiheit bis heute nicht nachgelassen hast. Du hast Deine wunderbare Stimme immer dort erhoben, wo Unrecht und Unfrieden an jedem Ort der Welt besonders krass sichtbar geworden sind. Dafür gebührt Dir großer Dank.

Es ist uns eine große Freude und Ehre, dass Du im vergangenen Jahr nach Deinem Gastspiel in Zwickau in Sachsen Mitglied im Martin-Luther-King-Zentrum Deutschland geworden bist. Das erfüllt uns mit einem Gefühl von Verbundenheit und Solidarität. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Dich auch als Mitbegründerin der Martin Luther King Peace Foundation gewinnen könnten, die wir dieses Jahr auf den Weg bringen möchten.

Mit herzlichen Grüßen der Verbundenheit
Georg Meusel


Landesdirektion Chemnitz zeigt die Ausstellung »Unter Druck – Zeitungen der friedlichen Revolution«

Wanderausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau zum Thema Pressefreiheit in der DDR seit 21.Dezember 2010 zu sehen

Seit 21.12.2010 ist in der Landesdirektion Chemnitz die Wanderausstellung »Unter Druck – Zeitungen der friedlichen Revolution« zu sehen. Im Foyer der Landesdirektion Chemnitz werden bis zum 4. Februar 2011 Exponate präsentiert, die den Kampf zwischen Pressezensur und Pressefreiheit zu Zeiten der friedlichen Revolution zeigen.

Gestaltet wurde die Ausstellung vom Martin-Luther-King Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. Werdau in Zusammenarbeit mit Zeitzeugen und Akteuren der DDR-Friedensbewegung. Präsentiert wird ein geschichtlicher Abriss des Prozesses der Entwicklung von Pressefreiheit und Pressezensur.

Wegen des Jahreswechsels wird die Ausstellung in Form einer Midisage eröffnen.

Zur Midisage der Wanderausstellung »Unter Druck – Zeitungen der friedlichen Revolution«

am Mittwoch den 19. Januar 2011 um 11:00 Uhr

laden wir sie recht herzlich in das Foyer der Landesdirektion Chemnitz ein.

Der Vizepräsident der Landesdirektion Chemnitz, Philipp Rochold, wird unsere Gäste dann mit einigen einleitenden Worten begrüßen.

Anschließend stellen die Initiatoren der Ausstellung Georg Meusel, Vorsitzender des Martin Luther-King-Zentrums Werdau sowie Bernd Gerber, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Einrichtung, die Ausstellung vor.

Diese zeigt unter anderem, dass die Bürgerbewegung in Sachsen in ihren Bemühungen mit Forderungen nach SED-unabhängigen Zeitungen auch im Blick auf Pressefreiheit nach Jahrzehnten Zensur der Metropole Berlin voraus war.

Seit dem Erscheinen der ersten Zeitung im Jahre 1605 kämpften Menschen bereits um Pressefreiheit als wesentlichen Bestandteil von öffentlicher Meinungsfreiheit und Mei-nungsbildung. In Deutschland erlitt dieser Prozess zu Zeiten des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur, durch die Gleichschaltung der Presse- und Rundfunkanstalten herbe Rückschläge. Die Wanderausstellung »Unter Druck – Zeitungen der friedlichen Revolution« dokumentiert den Kampf der Akteure der DDR-Friedensbewegung gegen Pressezensur und für Pressefreiheit. Dieser Schwerpunkt ist in den geschichtlichen Kontext eingebettet. Neben dem historischen Hintergrund, wird der Bezug zur Gegenwart, der vor allem die junge Generation zur kritischen Meinungsbildung ermutigen soll, gezeigt.

Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr in der Landesdirektion Chemnitz, Altchemnitzer Straße 41, zu sehen.

Olaf Weiß, Pressesprecher LDC 


Neueröffnung des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau

„Offene Tür“ bleibt weiterhin geöffnet – Gründung einer überregionalen Martin-Luther-King-Friedensstiftung

ImageWerdau. Unter starkem öffentlichen Interesse von ca. 40 Besuchern wurde am Dienstagabend, den 14. Dezember 2010, im Gebäude Stadtgutstraße 23 in Werdau-West das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage neueröffnet. Der vor zwölf Jahren im denkmalgeschützten Torbogenhaus Werdau von Akteuren der Friedensbewegung Ost und West sowie Werdauer Jugendlichen gegründete Verein hat sich in dieser Zeit so gut entwickelt, dass die dortigen Räume sich längst als zu beengt erwiesen. In einer „konzertierten Aktion“ zwischen Team und Vorstand des Zentrums, der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dresden als Fördergeber, der stadteigenen Grundstücks- und Gebäudeverwaltung und der Umzugsfirma LAHERO, die ein Regalsystem für die Friedensbibliothek sponserte, wurde der neue Standort zu einer attraktiven Bildungs- und Begegnungsstätte.

ImageEs wurden Grüße u.a. von Staatssekretär Adolf Cohausz, Dresden, von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, von Landrat Christoph Scheurer und Oberbürgermeister Ralf Tittmann überbracht. Trotz extremer Witterungsbedingungen ließ es sich der Leiter der Stasiunterlagenbehörde Dresden, Konrad Felber, nicht nehmen, persönlich anzureisen. In festlicher Atmosphäre feierten Akteure, Unterstützer und Gäste unter herzerfrischender musikalischer Umrahmung durch die zehnjährigen Schülerinnen Lina-Marie Liehr und Wiebke Wenig das erreichte Ziel.

Erst einen Tag zuvor konnte eine Martin-Luther-King-Skulptur des Plauener Bildhauers Rolf Magerkord aus dem Jahre 1989 „eingeflogen“ werden, bisherige Krönung einer einzigartigen Sammlung von Kunstwerken zu King, die überwiegend aus der DDR stammen.

ImageVorstandsvorsitzender Schorsch Meusel berichtete in seinem Festvortrag von der Segensspur, die Martin Luther Kings Gedankengut der Gewaltfreiheit in der Friedens- und Bürgerbewegung und in Kirchgemeinden der DDR bis hin zur Friedlichen Revolution gelegt hat und wie viel davon bis in die heutige Gesellschaft Gesamtdeutschlands aktuell geblieben sei. Meusel berichtete von dem abenteuerlichen Ost-Berlin-Besuch Martin Luther Kings 1964 mit seinen prophetischen Worten über den Fall der Berliner Mauer und wie nach 39 Jahren das historische Tonband geborgen und rekonstruiert werden konnte. Er erzählte auch, wie seit 1970 sein philatelistisches Exponat über King DDR-weit, in Polen, der Sowjetunion und in der Tschechoslowakei vor hunderttausenden Besuchern gezeigt werden konnte. Nach vierjährigen Bemühungen habe er 1986 den großen King-Dokumentarfilm „… dann war mein Leben nicht umsonst“ in die DDR einführen können, der damals im Lutherhaus zu Werdau seine Erstaufführung hatte und bis zur Friedlichen Revolution 1989 mehr als 10 000 Besucher erreichte. Er stellte das Buch „Blues und Trouble“ von Pfarrer Theo Lehmann aus Karl-Marx-Stadt vor, für das Martin Luther King das Vorwort geschrieben hatte, sein einziger Text speziell für eine deutsche Leserschaft.

Jetzt komme es darauf an, das King-Zentrum unter den verImagebesserten neuen Bedingungen „mit Leben zu füllen“, indem Vortragsveranstaltungen, Gesprächsrunden und Besuche von Schulklassen angeboten werden.

Das Zentrum birgt auch das als eines der drei vom Freistaat geförderten „Unabhängigen Archive der Bürgerbewegung“ mit dem „Einzugsgebiet“ des damaligen DDR-Bezirks Karl-Marx-Stadt. Dafür sucht der Verein ständig Dokumente, Schriftgut, Fotos und Gegenständliches aus dem Leben von Bürgern, damit die DDR-Geschichtsschreibung nicht nur aus der Sicht von staatlichen und Stasiakten und aus westdeutscher Perspektive erfolgt.

ImageDer Vorsitzende gab auch die Gründung einer Martin-Luther-King-Friedensstiftung im neuen Jahr bekannt, mit der die Arbeit für Gewaltfreiheit und Frieden, gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit, Militarisierung und Rüstungsexport auch überregional und international noch auf breitere Basis gestellt werden soll. Dafür würden noch Zustifter gesucht.

Am Folgetag veranstaltete das King-Zentrum einen „Tag der offenen Tür“, an dem sich eine Reihe von Besuchern ausführlich über die Arbeit des Vereins mit Archiv, Friedensbibliothek und einer kleinen Dauerausstellung „Opposition, Repression und Friedliche Revolution in der DDR“ informierten.  Doch auch über diesen besonderen Besuchertag hinaus sind Gäste zwischen Montag und Freitag von jeweils 9 bis 15 Uhr und auf Anmeldung auch außerhalb dieser Kernzeit immer willkommen.


Der Wert der Freiheit – Podiumsdiskussion im King-Zentrum Werdau

„Einigkeit und Recht und Freiheit“ oder „Freiheit – Rechtsstaat – Einigkeit“?

Das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau lädt für Montag, den 15. November um 19:30 Uhr unter dem Thema
„Einigkeit und Recht und Freiheit“ oder „Freiheit – Rechtsstaat – Einigkeit“?
zu einer Podiumsdiskussion ein.

ImageEs ist die erste öffentliche Veranstaltung, noch vor der offiziellen Einweihung, in den neuen Räumen des King-Zentrums in der Stadtgutstraße 23 in Werdau West.

An der im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade stattfindenden Diskussion nehmen

  • Dr. Martin Böttger, Vorsitzender des Kreisverbands Zwickau und Mitglied  des Landesparteirats Bündnis90/Grüne, Cainsdorf,
  • Günter Elfmann, Kreisvorsitzender der CDU Zwickau, Amtsgerichtspräsident in Hohenstein-Ernsttahl,
  • Schorsch Meusel, Vorstandsvorsitzender des Martin-Luther-King-Zentrums, Werdau, und
  • Thomas Starke, Kreisvorsitzender der Jungen Union Zwickau und Mitglied im CDU-Landesvorstand Sachsen, Berlin/Werdau, teil.
Die Besucher sind eingeladen, mitzudiskutieren.

Nachdem die revolutionierte DDR des Jahres 1990 das weltweit einzige Abrüstungsministerium besaß, stehen nach 20 Jahren deutscher Einheit schon neun Jahre lang deutsche Truppen in Afghanistan. Das „Gesprächsforum Ökumenische Friedensdekade“ hat der seit 30 Jahren durchgeführten Veranstaltungsreihe dieses Jahr das Thema „Es ist Krieg – entrüstet euch!“ gegeben. Doch nicht nur daran wird die Diskussionsrunde anknüpfen. Vielmehr geht es auch um die Frage, wodurch die DDR-Bürger Freiheit erlangt haben, durch die Friedliche Revolution oder, wie es Fritz Hähle ausgedrückt hat, durch Helmut Kohl und das Grundgesetz? Wie steht es mit der Rangfolge von Einigkeit und Recht und Freiheit? Welche Rolle und welches Mitspracherecht haben die Ostdeutschen in Gesamtdeutschland? Wie kann die „Einheit in den Köpfen“ weiterentwickelt werden, durch „Zusammenwachsen oder zusammen wachsen“? wie es Pfarrer Andreas Richter, der die Diskussion moderiert, in einem Wortspiel ausgedrückt hat.

Zur Einstimmung wird schon für 18:30 Uhr zur Ökumenischen Friedensandacht im Lutherischen Gemeindezentrum Werdau in der Burgstraße 30 eingeladen.


Seltener als die Blaue Mauritius

Postdokumente aus der Opposition und der Friedlichen Revolution in der DDR auf der LUNABA 10

Luzern. Auf der Neuheitenschau innerhalb der Briefmarkenausstellung LUNABA 10 vom 3. bis 5. September in der Messe Luzern werden zwei bescheidene Exponate aus dem Osten Deutschlands von sich reden machen, die anlässlich des 20. Jahrestages der deutschen Einheit nie gezeigte Belege über Repression, Opposition und die Friedliche Revolution in der DDR bis hin zur deutschen Vereinigung präsentieren.

Georg Meusel aus dem Martin-Luther-King-Zentrum Werdau in Sachsen hat unter den Titeln „Der aufrechte Gang - Repression, Zivilcourage und Opposition in der DDR" sowie „Wir sind das Volk, keine Gewalt! - Die Friedliche Revolution in der DDR und das wunderbare Jahr der Anarchie" (Nr. 929 und 930) zwei Rahmen gestaltet. Die postalischen Dokumente belegen eindrücklich die Wechselwirkung zwischen Repression einerseits sowie Friedensbewegung und Opposition andererseits. So sind ein Brief aus der Hinrichtungsstätte der DDR in Leipzig und ein Brief der Witwe des Pfarrers Oskar Brüsewitz, der sich aus Protest gegen die atheistische Erziehung der Kinder 1976 selbst verbrannte, besonders beeindruckend. Eine ganze Reihe von Postbelegen dokumentiert die Absurdität einer letzlich vergeblichen Korrespondenzkette zwischen einem DDR-Bürger und der Schweizer Botschaft in Ost-Berlin zum Besuch der Briefmarkenausstellung INTERNABA in Basel 1974, weil die DDR kein Ausreisevisum erteilte. Andere Belege zeigen, wie mit List das Verbot des Schwerter-zu-Pflugscharen-Symbols umgangen wurde oder wie zwei von 7000 Postkarten mit einem anderen Abrüstungssymbol im Versteck vor der Beschlagnahme durch die Staatssicherheit bewahrt bleiben konnten, seltener als die "Blaue Mauritius".

ImageEin Unikat ist auch der unscheinbare Rückschein eines Briefes aus Dresden an den Weltkirchenrat in Genf mit der Übergabe von Dokumenten der "Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung", zu der 1989 im zeitlichen Vorfeld der Friedlichen Revolution fast 11000 Vorschläge von DDR-Bürgern eingegangen waren. Im letzten Teil wird das von den Medien inzwischen fast vergessene "wunderbare Jahr der Anarchie" beleuchtet, die Monate von der Friedlichen Revolution 1989 bis zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland, die Zeit der "Runden Tische", der ersten parteiunabhängigen DDR-Zeitungen und des Abrüstungsministeriums.

Manches der postalischen Dokumente des Gestalters berührt dessen politische Biografie persönlich. War Georg Meusel doch schon seit den 1960er Jahren in der Friedensbewegung aktiv, wurde im "Operativen Vorgang Marder" von zahlreichen Spitzeln der Staatssicherheit überwacht, wiederholt festgenommen und diskriminiert.
Den Weg zur deutschen Einheit beleuchtet er anhand seiner postalischen Dokumente dennoch kritisch, weil die DDR, zum "Beitrittsgebiet" degradiert, was ihre Bürger in der Friedlichen Revolution erkämpft hatten, kaum in das vereinigte Deutschland einbringen konnten.
Die beiden Exponate zeigen auf engstem Raum, dass nicht nur klassisches Material mit hohem Katalogwert philatelistisch sammelwürdig ist. Mancher unscheinbare Briefumschlag aus jüngster Vergangenheit oder Gegenwart, der ebenso gut in den Papierkorb wandern könnte, kann als unikates Zeitdokument unter Umständen mehr erzählen als eine "Blaue Mauritius".


Friedliche Revolution Werdau im MDR

ImageAm Dienstag, den 24. August 2010 um 22:05 Uhr beginnt im MDR die dreiteilige Fernseh- Dokumentationsreihe
"1990 - Aufbruch zur Einheit"
über die Monate nach den Höhepunkten der Friedlichen Revolution bis zum Beitritt der DDR zur BRD, die Zeit der Basisdemokratie, der Runden Tische, der Reisefreiheit, der Abschaffung eines Geheimdienstes, der ersten SED-unabhängigen Zeitungen, der entmilitarisierten Kindergärten, des Abrüstungsministeriums und der Auflösung einer Armee ..., dieser demokratisierten DDR, dieser "wunderbare Jahr der Anarchie".

In der ersten Folge werden u.a. der Wandlungsprozess der Volkspolizei in Werdau - "Bürger, schützt eure Volkspolizisten" und die Geschichte des "Werdau-Crimmitschauer Wochenblattes", der ersten parteiunabhängigen DDR-Zeitung in Sachsen, dokumentiert und in Szenen nachgespielt.


Herzliche Einladung zum Vortrag mit Konsul James W.Seward, Us-Generalkonsulat Leipzig

ImageImageAm Donnerstag, den 24. Juni 2010 findet um 15:45 Uhr findet in der Jugendherberge Werdau, Jugendheimweg 1, eine öffentliche Veranstaltung mit Konsul Seward aus Leipzig statt, zu der das Martin-Luther-King-Zentrum herzlich einlädt.

Es handelt sich um einen Powerpointvortrag mit Diskussion zum Thema

"Von Lincoln bis Obama - Die Entwicklung der Bürgerrechte in den USA".


Das Wasser gehört allen

Torbogenfest des Martin-Luther-King-Zentrums mit Spiel und Spaß für Gerechtigkeit und Frieden

Werdau. Zum zwölften Torbogenfest des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau mit Musik, Spiel und Spaß am Samstag, den 12. Juni 2010, gestalteten Kinder ein Singspiel nach dem afrikanischen Märchen von den Tieren, die Widerstand leisteten, als der Elefant das Wasser für sich allein beanspruchte. Ein Signal gegen den weltweiten Trend, das Trinkwasser und andere Naturgüter zu privatisieren. Den Gästen wurde eine von 70 originellen Propeller-Friedenstauben präsentiert, einem Geschenk aus der Friedensbewegung Karlsruhe, die im September 2009 zum 70. Gedenktag an den Kriegsbeginn dort angebracht wurden, sechs schwarze für die Kriegsjahre und 64 weiße für die Jahre ohne Krieg in Mitteleuropa.

Impressionen vom Torbogenfest

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Einladung zum 12. Torbogenfest in Werdau-West , Samstag, 12. Juni 2010

ImageFür Samstag, den 12. Juni 2010 von 15 bis 22 Uhr, lädt das Martin-Luther-King- Zentrum zu seinem zwölften Torbogenfest am Damaschkeweg in Werdau West ein.
Ähnlich wie in den vergangenen Jahren stehen Kinderüberraschungen, Speis und Trank sowie ab 17 Uhr Musik live mit Heike und Ronald auf dem Programm.
Freunde, Nachbarn und der Siedlerverband der Stadtgutsiedlung sind an der Vorbereitung mitbeteiligt.
Für die Kinder hat Andreas Wenig ein afrikanisches Märchen zum Mitmachen und Mitsingen von dem Elefanten, der das Wasser für sich allein behalten wollte, vorbereitet. Ab 15 Uhr können die Kinder selbst die Strohballenhütte für das Spiel, das um 17 Uhr beginnt, mitbauen.
Jung und Alt sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.


Ausstellung „Wir sind das Volk“ in der Hochschulbibliothek Zwickau eröffnet

ImageZwickau. Am Donnerstag, den 15. April 2010, wurde vor der offiziellen Feierlichkeit zur Eröffnung der Tage der Demokratie und Toleranz in der Hochschulbibliothek in Zwickau die vom Martin-Luther-King-Zentrum Werdau initiierte Fotoausstellung „Wir sind das Volk“ von Martin Naumann eröffnet. Rektor Prof. Dr. Karl-Friedrich Fischer und die Direktorin der Bibliothek, Dr. Steffi Leistner, sowie der Vorsitzende des King-Zentrums, Georg Meusel, sprachen Grußworte. Besonders anerkannt wurde, dass die Anregung, die Ausstellung in der Westsächsischen Hochschule zu zeigen, von Studierenden kam.

ImageMeusel erinnerte daran, dass 1986, drei Jahre vor der Friedlichen Revolution in der DDR, auf den Philippenen eine gewaltfreie Bewegung den Diktator Ferdinand Marcos gestürzt hat, als sich fast zwei Millionen Menschen mit Blumen, Kerzen, Bibeln und bloßen Händen den Panzern entgegenstellten. Diese Revolution wiederum sei inspiriert gewesen vom gewaltfreien Widerstand der Tschechen und Slowaken 1968 auf dem Wenzelsplatz in Prag, wo mehrere tausend Menschen eine Sitzblockade gegen sowjetische Panzer durchgeführt hatten und nicht ein einziger den Panzern gewichen ist.

Der Fotograf Martin Naumann aus Großpösna schilderte, unter welchen dramatischen Bedingungen im Herbst 1989 seine Bilder von den Demonstrationen in Leipzig entstanden sind, nachdem man ihn bei der Leipziger Volkszeitung vom Dienstplan gestrichen hatte, und wie er sich geweigert habe, die Negative der Staatssicherheit zu übergeben.

ImageDer Gründer und Leiter des Deutschen Zeitungsmuseums im Gutenbergmuseum zu Mainz, Dr. Martin Welke, hatte dem Martin-Luther-King-Zentrum Werdau die Ausstellung vermittelt. Prof. Dr. Gunter Krautheim, Nachfolger im Rektorenamt der Hochschule, sprach sich dafür aus, die Zusammenarbeit mit dem King-Zentrum fortzusetzen.

Die Ausstellung ist bis zum 12. Mai 2010 rund um die Uhr in der Glasfassade der Hochschulbibliothek Zwickau, Klosterstraße am Kornmarkt, zu sehen.


Fotoausstellung "Wir sind das Volk - Fotos aus der Schublade"

King-Zentrum zeigt in der Hochschulbibliothek Zwickau Bilder der Friedlichen Revolution von Martin Naumann aus Leipzig

Zwickau. Noch vor der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der "Tage der Demokratie und Toleranz im Landkreis Zwickau" am Donnerstag, den 15. April 2010 um 17 Uhr im Alten Gasometer Zwickau eröffnet das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau in der Bibliothek der Westsächsischen Hochschule Zwickau um 16 Uhr die

Fotoausstellung "Wir sind das Volk - Fotos aus der Schublade"

von Martin Naumann aus Großpösna bei Leipzig. Es handelt sich um fast 50 zum Teil großformatige Tafeln mit Bildern der Montagsdemonstrationen.

Martin Naumann war 1989 Pressefotograf bei der "Leipziger Volkszeitung", die ihn aber in diesen Wochen wegen politischer Unzuverlässigkeit beurlaubt hatte. Trotzdem war er während der Demos mit seiner "Praktika" unterwegs. Von der Fußgängerbrücke am "Blechkonsum" aus machte er sogar Aufnahmen mit Blitz. Es sind dies die einzigen bekannten Fotos, auf denen man auch Gesichter von Demonstanten in den ersten Reihen erkennen kann. Naumann hielt die Bilder unter Verschluss und weigerte sich nach Bekanntwerden sogar, sie der Staatssicherheit herauszugeben. ImageEines von Naumanns Fotos mit Demonstranten vor der Nikolaikirche zu Leipzig diente 2009 als Vorlage für die Sonderbriefmarke zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution.

Der Gründer und Leiter des Deutschen Zeitungsmuseums im Gutenbergmuseum zu Mainz, Dr. Martin Welke, hat die Ausstellung repräsentativ aufbereitet und gemeinsam mit dem Fotografen nach der Ausstellung in Mainz dem Martin-Luther-King-Zentrum vermittelt. In Leipzig hatte die Exposition zuletzt mehr als 6000 Besucher.

Durch freundliche Vermittlung des Rektorats der Hochschule und der Leiterin der Hochschulbibliothek Dr. Steffi Leistner kann die Ausstellung vom 15. April bis zum 12. Mai 2010 an der Glasfassade der Bibliothek in der Klosterstraße am Kornmarkt, von außen sichtbar, rund um die Uhr gezeigt werden.
Bei trockener Witterung wird die Eröffnung open air durchgeführt, ansonsten im Foyer der Bibliothek. Der Fotograf Martin Naumann und der Vorsitzende des Martin-Luther-King-Zentrums werden Grußworte sprechen.
Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.




 

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